In den deutsch-französischen Gruppen werden die Kinder sowohl von einem deutschen Erzieher als auch – in der Zeit von 9 bis 15 Uhr – von einer französischsprachigen Begleitperson betreut. Erzieher und Sprachbegleiter arbeiten partnerschaftlich und gleichberechtigt zusammen. Umgangssprachen in der Kindertagesstätte sind Französisch und Deutsch, auch wenn nicht alle Kinder zu Beginn schon beide Sprachen verstehen.

Die Erzieher sprechen ausschließlich deutsch; die Sprachbegleiter ausschließlich französisch – nach dem Grundsatz „eine Person, eine Sprache”. Diese Art des Sprachenlernens nennt man Immersionsmethode. Gestik und Mimik spielen eine große Rolle: der Sprachbegleiter unterstützt auf diese Weise alles, was man den Kindern in der anfangs fremden Sprache sagt, aber er übersetzt nicht. So erschließen sich die Kinder das Französische selbst aus dem Zusammenhang, in dem es gebraucht wird.

Immersives Lernen bildet den natürlichen Prozess des kindlichen Spracherwerbs nach. Die Immersionsmethode ist daher kindgerechter und erfolgreicher als jede andere Methode des frühen Spracherwerbs. Die Sprachbegleiter vermitteln neben der Sprache auch die Kultur der frankophonen Länder: Kochen nach französischen Rezepten, französische Feste, Lieder, Reime und Spiele gehören zum Alltag. Weiterführende Literatur zur Immersionsmethode gibt es auf den Seiten des Vereins für frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen .

Unsere Partner und Downloads